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DIY: So schaffe ich mir den perfekten Arbeitstag!

DIY: So schaffe ich mir den perfekten Arbeitstag!

Heute versuche ich mich mal als DIY-Blogger, aber keine Angst, wir basteln nicht wirklich etwas zusammen. Daraus würde wahrscheinlich auch nichts werden, da ich in Sachen basteln zwei linke Hände habe. Ich meine es mehr im übertragenen Sinn, denn es geht eher darum, dass ich dir verrate, wie du dir – ganz alleine und ohne Hilfsmittel – deinen perfekten Arbeitstag “zusammenbasteln” kannst. Neugierig geworden? Dann lies gleich mal weiter …

Gedanken & Motivation

Die Kraft der Gedanken darf man nicht vernachlässigen! Ich glaube immer noch fest daran, dass wir durch unser Denken, welches weiterführend auch unser Handeln beeinflusst, sehr viel bewegen können – sei es in die eine oder eben andere Richtung. Die Art wie wir denken kann sehr viel bewegen, sogar Krankheiten werden durch positives Denken geheilt. Jetzt sehe ich zwar einen Arbeitstag nicht als Krankheit an, da mir mein Job auch sehr viel Spaß macht und mich darüber hinaus bereichert. Doch gibt es auch Zeiten, die arbeitsintensiv, anstrengend und ermüdend sind. Vielleicht geht dabei auch manchmal ein Projekt schief oder läuft einfach nicht nach Plan. Das gehört dazu und darf uns nicht entmutigen. Es gehört vielmehr zu einem Lernprozess dazu, den wir dabei immer reflektieren sollten.

Speziell für diese Tage, an denen wir den Spaß und unsere Motivation an unserer Arbeit vermissen, gibt es heute von mir ein kleines DIY. Ich habe mich nämlich die letzten Wochen inspirieren lassen, ganz besonders von einem Menschen, der in meinen Augen großartiges geleistet hat. Die Rede ist von Dr. Roman Szeliga. Wie? Er sagt euch nichts? Mir zu Beginn auch nicht, doch, wenn ich euch verrate, dass er die “CliniClowns” ins Leben gerufen hatte, dann sollte der große “Aha-Moment” eingetroffen sein. Zu den CliniClowns zählen ausgebildete ÄrztInnen, die eine zusätzliche 2-jährige Ausbildung absolvieren müssen, damit sie schwer kranke Kinder mit einem speziellen Programm, in dem es darum geht, Spaß und Freude zu verbreiten, aufheitern dürfen.

Fähigkeiten & Freude

Ich durfte seinen Vortrag vor ein paar Monaten im Rahmen der XING New Work Sessions sehen, und er hat mich sofort fasziniert! Dieser Mann hat wirklich großartiges geleistet, versteht es die Leute durch seine witzige und ironische Art zum Lachen zu bringen und versteht es mit seinen doch so simplen Ansichten zu inspirieren. Er hat mir wiedermal gezeigt, dass wir die scheinbar kleinen Dinge einfach verlernt haben. Wir sind als Erwachsene richtig “betriebsblind” geworden und verlieren Kleinigkeiten, die aber so vieles ausmachen, aus den Augen. Diese Erkenntnis macht mich jedes Mal aufs Neue wiederum ein wenig traurig. Warum verlieren wir gewisse “Fähigkeiten”, die uns aber als Kind ausgemacht haben?

Schon alleine auf seine Frage: “Was hat euch an diesem heutigen Tag so richtig glücklich gemacht?” konnte ich nur schwer und mit längerer Bedenkzeit antworten. Ich habe mich nämlich dabei ertappt, wie ich meinen Fokus auf große Dinge gelenkt habe und die kleinen völlig aus den Augen verloren habe, wie beispielsweise das freundliche Lächeln der Empfangsdame, die mich zur Veranstaltung Willkommen geheißen hatte. Genau dies passiert uns eben tagtäglich, auch während unserer Arbeitszeit. Wir sollten auch hier den Fokus öfter auf die kleinen aber feinen positiven Dinge lenken, die uns den Tag bereichern können – würden wir sie nur sehen und damit zulassen.

„Lächle doch mal in den Badezimmerspiegel, denn es lächelt garantiert jemand zurück!“

Dr. Roman Szeliga, Gründer CliniClowns Österreich

Deshalb habe ich mich entschieden für dich ein kleines DIY zu verfassen, inspiriert durch Dr. Szeliga’s Ausführungen. Viel Spaß damit!

STEP 1:

Der Wecker klingelt, du wirst wach und nun heißt es, ganz bewusst mit den richtigen Fuß aufzustehen. Dies meine ich natürlich im übertragenen Sinne, denn startest du den Tag mit negativen Gedanken, dann hast du deinen eigenen Fokus schon mal falsch eingestellt. Viel wichtiger ist es, sich zu überlegen, worauf man sich an diesen heutigen Tag freut. Und glaub mir, es gibt immer etwas – sei es die liebe Arbeitskollegin, der Afterwork-Drink oder das leckere Mittagessen. Du musst dir nur die Erlaubnis dazu geben, diese Kleinigkeiten zu sehen. Alternativ oder auch zusätzlich kannst du auch ein Dankbarkeits-Tagebuch oder Journal führen, wo du jeden Tag festhältst, was dich glücklich gemacht hat. Dies ist besonders hilfreich, wenn du dich nur schwer motivieren kannst und du merkst, dass du in eine Art Negativitätsspirale abrutscht. Lächle dabei in den Badezimmerspiegel, denn es lächelt garantiert jemand zurück!

STEP 2:

Du kennst bestimmt jene Tage, an denen man denkt, dass man vom Pech verfolgt wird? Was hier garantiert nicht hilft, ist sich genau in diese Negativität hineinzusteigern und den Fokus noch mehr auf das Negative zu richten. Ein Perspektivenwechsel ist nun gefragt! Die U-Bahn ist ausgefallen? Perfekt, um neue Wege auszuprobieren und aus dem täglichen Hamsterrad auszubrechen! Der Lift funktioniert nicht? Wäre es nicht sowieso an der Zeit mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren? Dann ran an die Stufen! Das schlimmste, was Menschen in solchen Situationen machen können, ist anderen die Schuld für ihre eigene Laune zu geben. Vergiss nie: Du bist immer für dein eigenes Alltagsglück verantwortlich – keine anderen Personen, keine externen Umstände etc.

STEP 3:

See Also

Eine Message, die Roman Szeliga bei seinem Vortrag mehrfach transportierte, war jene: “Sucht euch die Quellen guter Laune!” Humor ist für ihn als Gründer der CliniClowns natürlich eine Herzensangelegenheit, denn nur so konnte er dieses Projekt mit Leben erfüllen und hilft seither vielen kranken Kindern. Mit Humor lässt sich die Welt zu einem positiveren Ort machen – und ich gebe ihm zu 100 % recht! Humor verbindet und löst dabei noch Glücksgefühle aus. Deshalb verabrede dich doch mit deinen LieblingskollegInnen zum Mittagessen oder zum Afterwork. Davon profitiert sogar auch die eigene Arbeit, denn gemeinsame Gespräche verbreiten gute Laune und fördern dazu noch die Kreativität. Darüber hinaus gibt er als Arzt folgenden Rat: “Schlaft ausreichend – ihr werdet den Unterschied spüren und damit auch eure eigene Stressresistenz steigern können.“

STEP 4:

Besonders eine Geschichte aus seinem Vortrag ist mir im Kopf hängen geblieben, die ich hiermit mit dir teilen möchte:

#FromMeToYou

In einer Arbeitswoche hatte er Nachtdienst, der sich anstrengender als gewohnt herausstellte. Er hatte danach aber gleich CliniClown-Dienst, stand also nach nur ein paar Stunden Schlaf wiederum auf, legte sein Clown Make Up auf, zog sich um und setzte seine rote Nase sowie die Clown Perücke auf. Sein erster Patient war ein kleiner schwer kranker Junge, der sofort erkannte, dass er nicht ganz fit war – er erkannte dies an seinen Augen. Sogleich konfrontierte ihn der Junge damit. Roman Szeliga überlegte kurz, ob er so tun sollte, als ob nichts wäre und somit in seiner Rolle blieb oder ob er zugab, dass er direkt von einer anstrengenden Nachtschicht kam. Er entschied sich für letzteres und damit für Authentizität. Der kleine Patient verstand es sofort und meinte, dass er heute ausnahmsweise seinen Job übernehmen würde. Szeliga überlegte etwas, willigte jedoch ein, und so gingen beide Zimmer für Zimmer ab und verbreiteten – wie gewohnt – Humor. Der Junge meinte – sichtlich geschwächt durch diese Anstrengung – dass dies der beste Tag in seinem Leben war, weil er den anderen Kindern etwas zurückgeben und sich mit ihnen an den vielen Witzen erfreuen konnte. Dies bestätigte den CliniClown in seinem Handeln, und er war froh, dass er sich für die Wahrheit, also die Authentizität entschieden hatte.  Ein paar Wochen später verstarb der kleine Patient an den Folgen seiner schweren Krankheit.

Szeliga wollte uns mit dieser Geschichte zeigen, wie wichtig Authentizität ist. Hätte er seinen Zustand überspielt, so hätte der Junge mit Sicherheit gemerkt, dass dies nicht der Wahrheit entspricht, was sich negativ in ihrer beiden Vertrauensbeziehung ausgewirkt und ihm den schönsten Tag in seinem Leben gekostet hätte.

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