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MitarbeiterInnen als Influencer in 3, 2, 1 …

MitarbeiterInnen als Influencer in 3, 2, 1 …

Gewusst?! Wir alle sind Influencer, ob wir es wollen oder nicht! Ja, auch du, der oder die gerade diesen Blogpost liest! Dafür brauchst du nicht mal einen Instagram Account oder gar einen Blog. Wie das gehen soll? Du gehst doch arbeiten, oder? Eben!

Alle sprechen über diese „Influencer“!

Influencer. Manche Menschen verwechseln diesen Begriff immer noch gerne mit der Influenza, also der Grippe und die ganz lustigen unter ihnen verwenden ihn gerade deshalb recht oft, um aufzuzeigen, dass diese Personen, also die so genannten Influencer, genauso lästig sind, wie eben diese. Tja, dabei vergessen diese Menschen ganz oft, dass gerade auch sie dazugehören, ob sie es wollen oder nicht. Doch dazu später.

Warum boomt Influencer Marketing immer noch? Früher engagierten Unternehmen oft prominente Persönlichkeiten um ihre Produkte zu verkaufen. Diese sah man dann verbreitet im TV, Radio oder in Zeitschriften. Doch wie wir aus unserer eigenen Erfahrung und Wahrnehmung wissen, ist der Promi-Status ein ganz eigener – diesen gilt es zwar immer noch nachzueifern, doch tief in uns drinnen wissen wir, dass wir ihn nie erreichen werden. Weiters ist ja auch bekannt, dass ein Promi für die Werbung, die er oder sie macht Geld bekommt und deshalb das Produkt oder die Dienstleistung ins positive Licht rückt. Somit hat die Glaubwürdigkeit des Produkts, der Dienstleistung und auch des Unternehmens etwas gelitten. Dann kam die Zeit, wo wirklich jede/r sich und sein Leben auf Instagram bzw. in den sozialen Medien präsentieren konnte. Vom Jugendlichen bis zu den Oldies, wirklich jede/r hatte die Möglichkeit ein Foto hochzuladen und so Follower und Sympathie-Likes zu sammeln.

Vom „Mädchen von Nebenan“ hin zum prominenten Influencer

Damit wurde ein ganz neues Zeitalter eingeläutet. So kamen immer mehr Produkttests, Markenempfehlungen etc. bewusst oder auch unbewusst auf, was auch anfangs für mehr Transparenz sorgte. Die KonsumentInnen wurden gegenüber der herkömmlichen Werbung immer misstrauischer und vertrauten somit nicht mehr der bildhübschen Adriana Lima in Sachen Kosmetik, sondern jungen You Tuber, die die Kosmetika eingehend testeten. Lange dauerte es nicht, sprangen mehr und mehr Unternehmen auf diesen Zug auf, denn sie fanden darin eine Möglichkeit, um ihre Glaubwürdigkeit wiederherzustellen.

Fortan sponserten sie Blogger, You Tuber, Influencer und wie sie alle hießen und immer noch heißen, denn das “Mädchen von Nebenan” genoss einen riesigen Vertrauensvorschuss gegenüber den großen Werbeikonen, und das so genannte Influencer Marketing war geboren. Vom Prinzip her ist es also ganz einfach: Ich schenke lieber einer herkömmlichen Person Vertrauen in deren Meinung, bevor ich irgendeiner Werbeikone glauben schenke und entscheide mich deshalb für oder gegen ein Produkt. Genau dieser Ansatz lässt sich auf das Recruiting neuer MitarbeiterInnen in Unternehmen umlegen – und schwupps, das so genannte „Influencer Recruiting“ ist geboren.

„Tja, überzieh den alten Hut mit neuem Stoff und er wird auf einmal wieder “in”!“

(früher nannte man diesen Ansatz noch MitarbeiterInnen-Empfehlungsprogramm)

See Also

Ani, Karrieregeflüster

MitarbeiterInnen als MarkenbotschafterInnen als Influencer

Das Prinzip des Influencer Recruiting funktioniert nicht in dieser Form, dass ich bereits in der Öffentlichkeit bekannte Influencer zur Bewerbung der offenen Stellen benutze, sondern eben meine eigenen MitarbeiterInnen dafür heranziehe. Wenn ich ehrlich bin, ist dies eigentlich “ein alter Hut”. Früher nannte man dies “MitarbeiterInnen-Empfehlungsprogramm”, und dies existiert in einigen Unternehmen bereits sehr lange. Tja, überzieh den alten Hut mit neuem Stoff und er wird auf einmal wieder “in”. Aber so einfach ist es dann leider auch wiederum nicht. Wir kämpfen bereits schon recht lange um die Talente am Arbeitsmarkt, und so hat auch die gute alte Stellenanzeige bald ausgedient bzw. wird sie auf jeden Fall nur mehr optional eingesetzt werden.

Die MitarbeiterInnen von morgen lassen sich damit nicht mehr locken und überzeugen. Da stellt sich die Frage, wer sie denn anlocken kann? Und genau da kommst auch du – also ihr alle meine lieben LeserInnen – ins Spiel! MitarbeiterInnen werden künftig eine noch wichtigere und essentiellere Rolle im Unternehmen einnehmen, denn es wird nicht nur mehr alleine deren Arbeitskraft gefragt werden: sie sind so genannte MarkenbotschafterInnen und müssen diese Rolle – um des Überlebenswillens des Unternehmens – auch einnehmen. Was bedeutet dies konkret? Nicht nur, dass genau du es unter anderem in der Hand hast, welches Image dem Unternehmen zugeschrieben wird, in dem du arbeitest, indem du eben positiv oder negativ darüber sprichst. Wenn du beginnst die offenen Jobausschreibungen mit deinem Netzwerk zu teilen, egal ob online oder offline, dann schenken diese Leute dir ein großes Vertrauen und werden sich das Inserat jedenfalls genauer ansehen oder sogar schlussendlich bewerben.

#FromMeToYou

Die Verbreitung im eigenen Netzwerk dient also nicht nur zur Verbreitung der offenen Position als reine Information, es schwingt hier ein großer Teil an Marketing mit. Ein paar Unternehmen haben diesen Mehrwert bereits erkannt und haben sich daher für eine Professionalisierung dieses Empfehlungsprozesses entschlossen. Sie belohnen die sharenden MitarbeiterInnen mit Goodies oder auch Prämien in Form von Geld, meist wenn die Empfehlung zu einer Personalaufnahme führt. Du siehst, du hast künftig, aber auch bereits jetzt eine große Verantwortung und trägst so – zwar indirekt – aber trotzdem maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei: We are all Influencer!

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